Eine Weltkarte mit rosa Pins auf der Startseite, generiert aus den Besucherstatistiken, verrät, dass Menschen aus aller Welt den Weblog von Ishimoto Yuki lesen. Der Header zeigt Bilder von Ishimotos Tochter Alice und ihren Katzen. Seit 2008 schreibt die Japanerin in ihrer Landessprache über ihr Leben und das ihrer Freunde und Verwandten in Wien. – Von Bernhard Stern und Thomas Immervoll

Die Zensur durch die Volksrepublik China mache „keinen Halt vor der geografischen Grenze“ des Landes, auslandschinesische Medien seien „rotinfiltriert“ und übersee-chinesische Communities leiden an der „Unterdrückung unabhängiger Stimmen“ und der „Manipulation der öffentlichen Meinung.“ Aussagen wie diese werden seit Jahren unter einigen KPCh-kritischen auslandschinesischen Medienvertretern laut, die sich mit der Politik der chinesischen Regierung gegenüber auslandschinesischen Presse-, Internet-, Fernseh- und Rundfunkmedien konfrontiert sehen. – Von Carsten Schäfer

Viele halten es ist selbstverständlich, dass Migrantinnen, die in Österreich leben möchten, Deutsch lernen müssen. Sprache wird als Schlüssel zur Integration gesehen. Doch wie verhält es sich mit Migrantinnen der zweiten oder dritten Generation? Welche Möglichkeiten haben sie, die Sprache ihrer Eltern zu lernen? Zwei chinesische Migranten berichten über ihre Erfahrungen. – Von Karin Brötzner

Die Evangelisch-koreanische Gemeinde in Wien besteht seit etwa 40 Jahren. Was einst als Gottesdienst und Gebetstreffen emigrierter Koreanerinnen in den eigenen vier Wänden begann, hat sich über die Jahre zu einer weitreichenden Gemeinde mit etwa 400 Mitgliedern entwickelt, die sich regelmäßig im eigenen angekauften Gemeindegebäude mit Kirche im dritten Wiener Gemeindebezirk trifft. Laut Zi-Su Kim, einem Mitarbeiter der Jugendgruppe, ist die Gemeinde wie eine kleine Familie, die auch eine Anlaufstelle für Familien aus Korea bietet. – Von Michael Prammer

Von der Asienkrise getrieben verschlug es den Südkoreaner Kim Jun mitsamt seiner Familie Ende der 1990er nach Österreich, wo er als Tellerwäscher einen mühevollen Neuanfang wagte. Heute ist er Manager einer Akakiko Filiale und befindet sich mit seiner Familie auf einer Gratwanderung zwischen der österreichischen und koreanischen Identität. – Von Ingomar Stöller

Das Arirang-Festival ist eine Massenveranstaltung, die ihren Betrachter unweigerlich in den Bann zieht. Mit sichtlicher Präzision tragen Artisten in bunt geschmückten Kostümen elaborierte Tanz- und Gymnastikübungen vor. Ein großer Bildschirm hinterlegt das Geschehen stimmig mit Bildern.
– Von Patrick Vierthaler und Philipp Wiktorin

Nordkoreas männliche Fußballnationalmannschaft hat mit seiner Qualifikation für die WM 2010 zuletzt für Aufsehen gesorgt. Was auf den ersten Blick verwunderlich erscheint, versuchen wir in einem Gespräch mit Simon Cockerell, Veranstalter von Reisen nach Nordkorea, und Filmregisseurin Brigitte Weich, die die nordkoreanische Frauenfußballnationalmannschaft mehrere Jahre begleitete, zu erörtern. – Von Ingomar Stöller