Seit 2004 ist China mit der Shanghai International Circuit genannten Rennstrecke im Formel 1 Kalender vertreten. Doch von der anfänglichen Euphorie ist wenig erhalten geblieben. Ganze Tribünen stehen mittlerweile leer und werden als riesige Werbe-flächen verwendet. Soldaten in Zivilkleidung füllen Plätze auf um leere Tribünen zu verhindern.
– Von Ingomar Stöller

In Zeiten eines stark verbreiteten Bewusstseins über Hunger und Armut in vielen Ländern der Welt erscheint es oft als dekadent oder moralisch nicht vertretbar, sich wie im Falle des Wettessens öffentlich aus sportlichen Gründen der Fresslust hinzugeben. Doch abseits der Moral stellt sich die Frage, ob man eine solche Angelegenheit als Sport betrachten kann, oder nicht. – Von Michael Prammer

Seit Mitte letzten Jahres explodierte die Anzahl japanischer Fußballer in europäischen Top-Ligen: Kagawa Shinji wurde mit Borussia Dortmund deutscher Meister, Miyaichi Ryo reifte bei Feyenoord Rotterdam zum Stammspieler und Nagatomo Yuto schaffte im Winter den Sprung zu Inter Mailand. Woran liegt der plötzliche Boom junger japanischer Talente in Europa? – Von Falko Loher

China steht unmittelbar vor einem Verkehrskollaps. Besonders in Beijing zeigt sich das deutlich: Giftige Smogwolken, Hundert-Kilometer-Staus und Unfälle bringen die Hauptstadt an den Rand ihrer Belastungs-fähigkeit. Die Regierung setzt neben kurzfristigen Maßnahmen vor allem auf den Ausbau des Bus- und U-Bahn-Systems. Darüber hinaus soll nun ein außergewöhnliches Verkehrsmittel Abhilfe schaffen. So könnte man den Spagat zwischen Kostenersparnis und Verkehrsverbesserung schaffen. – Von Thomas Immervoll und Falko Loher

Der West Kowloon Cultural District (WKCD) in Hong Kong und Shimokitazawa in Japans Haupstadt Tokyo sind zwei Kulturviertel, denen enorme Veränderungen bevorstehen. Die Stadtplanerinnen der beiden Megastädte haben Großes vor, doch Stadtplanung ist im 21. Jahrhundert kein einseitiger Prozess. Bürgerinneninitativen kämpfen um das Mitspracherecht, ihre Stadt zu gestalten. – Von Lea Pao und Michael Prammer

„Esst! Esst! Esst!“ lautet die traditionelle Aufforderung des Patriarchen, die das Essen einleitet. Ein Tisch in einem ebenerdigen, zur Straße hin offenen Raum, Plastikhocker und eine Horde hungriger Mäuler, die mit ihren Essstäbchen über den Tisch sausen – ähnlich chaotisch wie der Verkehr auf Kreuzungen im vietnamesischen Saigon. Das soll der große Boss in Monga sein? – Von Christopher Gan

„Tue etwas, dann gelingt es auch“, sagte der aufgrund seiner harten Militärdiktatur kontroverse südkoreanische Ex-Präsident Park Chung-Hee, der von 1961 bis 1979 das Land regierte. Seine Person und seine Politik mögen umstritten sein. Doch lehrte er das koreanische Volk, aus der am Han- Fluss gelegenen Stadt Seoul, die zum Ende des Koreakrieges 1953 einer Ruine glich, eine moderne Metropole zu schaffen. – Von Lisa Rock und Ingomar Stöller