Eine Weltkarte mit rosa Pins auf der Startseite, generiert aus den Besucherstatistiken, verrät, dass Menschen aus aller Welt den Weblog von Ishimoto Yuki lesen. Der Header zeigt Bilder von Ishimotos Tochter Alice und ihren Katzen. Seit 2008 schreibt die Japanerin in ihrer Landessprache über ihr Leben und das ihrer Freunde und Verwandten in Wien. – Von Bernhard Stern und Thomas Immervoll

Die Evangelisch-koreanische Gemeinde in Wien besteht seit etwa 40 Jahren. Was einst als Gottesdienst und Gebetstreffen emigrierter Koreanerinnen in den eigenen vier Wänden begann, hat sich über die Jahre zu einer weitreichenden Gemeinde mit etwa 400 Mitgliedern entwickelt, die sich regelmäßig im eigenen angekauften Gemeindegebäude mit Kirche im dritten Wiener Gemeindebezirk trifft. Laut Zi-Su Kim, einem Mitarbeiter der Jugendgruppe, ist die Gemeinde wie eine kleine Familie, die auch eine Anlaufstelle für Familien aus Korea bietet. – Von Michael Prammer

Von der Asienkrise getrieben verschlug es den Südkoreaner Kim Jun mitsamt seiner Familie Ende der 1990er nach Österreich, wo er als Tellerwäscher einen mühevollen Neuanfang wagte. Heute ist er Manager einer Akakiko Filiale und befindet sich mit seiner Familie auf einer Gratwanderung zwischen der österreichischen und koreanischen Identität. – Von Ingomar Stöller