Hahnenkampf

Gedicht von Cao Zhi (192 – 232)
Schweifende Augen haben die kunstvollen Tänzer alle gesehen,
Lauschende Ohren sind übersättigt mit Musik.
Der Gastgeber ist still und untätig,
Die vielen Gäste wenden sich anderer Unterhaltung zu.
Auf langen Matten sitzen die amüsierten Besucher,
Sie beobachten die Hahnenkämpfe in der Mitte des Raumes.
Die edlen Hähne scheinen kampfbereit,
Die langen Schwanzfedern stellen sich hoch.
Ihre vibrierenden Federn schlagen starken Wind,
Ihre funkelnden Augen leuchten rot.
Wo ihre Schnäbel fallen werden Federn gelassen,
Mit starken Krallen fügen sie dutzendfach Wunden zu.
Ihre spitzen Schreie durchdringen den Himmel,
Zwischen den flatternden Flügeln erhebt sich ein einzelner Hahn.
Ich hoffe auf die Hilfe des Marderfetts*,
Denn dann werde ich diese Arena immer behaupten.

Übersetzung aus dem Chinesischen von Lea Pao.

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